KI-Glossar: Die wichtigsten Begriffe einfach erklärt
20 Begriffe rund um KI-Agenten, kurz und ohne Fachchinesisch.
- Anonymisierung
- Anonymisierung bedeutet, Daten so zu verändern, dass sie keiner Person mehr zugeordnet werden können. Ersetzen Sie zum Beispiel Namen durch Platzhalter, bevor Sie Texte in eine KI eingeben.
- API (Schnittstelle)
- Eine API ist eine Schnittstelle, über die Programme miteinander Daten austauschen. KI-Agenten greifen häufig über APIs auf andere Dienste zu.
- Automatisierung
- Automatisierung bedeutet, dass wiederkehrende Abläufe ohne manuelles Zutun ablaufen. Klassische Automatisierung folgt festen Regeln, ein KI-Agent kann dagegen auch mit unklaren Situationen umgehen.
- AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag)
- Ein AVV ist ein Vertrag mit einem Dienstleister, der personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag verarbeitet. Die DSGVO verlangt ihn, wenn Sie etwa einen KI-Dienst mit Kundendaten nutzen.
- Chatbot
- Ein Chatbot ist ein Programm, das im Dialog Fragen beantwortet. Anders als ein KI-Agent erledigt er in der Regel keine Aufgaben in anderen Programmen.
- DSGVO
- Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist das EU-Gesetz zum Schutz personenbezogener Daten. Sie gilt auch, wenn Sie KI-Dienste mit Kunden- oder Mitarbeiterdaten nutzen.
- EU AI Act (KI-Verordnung)
- Der EU AI Act ist die KI-Verordnung der Europäischen Union. Sie regelt KI-Systeme abhängig von ihrem Risiko und wird schrittweise wirksam.
- Generative KI
- Generative KI bezeichnet KI-Systeme, die neue Inhalte wie Texte, Bilder oder Audio erzeugen. Sprachmodelle sind eine Form generativer KI.
- Halluzination
- Eine Halluzination ist eine Aussage einer KI, die überzeugend klingt, aber falsch oder erfunden ist. Deshalb sollten Sie wichtige Fakten, Zahlen und Quellen immer selbst prüfen.
- Human in the Loop
- Human in the Loop heißt, dass ein Mensch an wichtigen Stellen prüft und freigibt. Für Einsteiger empfehlen wir: Der Agent entwirft, Sie geben frei.
- KI-Agent
- Ein KI-Agent ist ein Programm, das ein Ziel selbstständig in mehreren Schritten verfolgt. Er plant, nutzt dafür Werkzeuge wie E-Mail, Kalender oder Websuche und liefert ein Ergebnis – idealerweise zur Freigabe durch Sie.
- KI-Assistent
- Ein KI-Assistent unterstützt Sie bei einzelnen Aufgaben, etwa beim Formulieren oder Zusammenfassen. Der Begriff wird oft unscharf verwendet – zwischen Chatbot und KI-Agent.
- Kontextfenster
- Das Kontextfenster ist die Textmenge, die ein Sprachmodell gleichzeitig berücksichtigen kann. Was darüber hinausgeht, „vergisst“ das Modell innerhalb einer Unterhaltung.
- Personenbezogene Daten
- Personenbezogene Daten sind alle Angaben, die sich einer bestimmten Person zuordnen lassen, etwa Name, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer. Geben Sie solche Daten nur in KI-Dienste ein, wenn das datenschutzrechtlich geklärt ist.
- Prompt
- Ein Prompt ist der Auftrag oder die Frage, die Sie einer KI geben. Je klarer Ziel, Kontext und gewünschtes Format beschrieben sind, desto besser wird meist das Ergebnis.
- Sprachmodell (LLM)
- Ein Sprachmodell, englisch Large Language Model (LLM), ist eine KI, die mit sehr vielen Texten trainiert wurde und Texte erzeugen kann. Es bildet die Grundlage für Chatbots und KI-Agenten.
- Token
- Ein Token ist ein Textbaustein, in den ein Sprachmodell Text zerlegt – oft ein Wortteil. Die Größe des Kontextfensters und die Kosten vieler KI-Dienste werden in Tokens gemessen.
- Tool (Werkzeug)
- Ein Tool ist eine Funktion, die ein KI-Agent nutzen kann, etwa eine Websuche, ein Kalender oder ein E-Mail-Postfach. Erst Werkzeuge machen aus einem Sprachmodell einen handelnden Agenten.
- Trainingsdaten
- Trainingsdaten sind die Texte und Daten, mit denen ein KI-Modell gelernt hat. Sie haben einen Stichtag, deshalb kennt ein Modell ohne Websuche keine aktuelleren Ereignisse.
- Workflow
- Ein Workflow ist eine festgelegte Abfolge von Arbeitsschritten, zum Beispiel „Anfrage eingehen, prüfen, beantworten“. KI-Agenten können einzelne Schritte oder ganze Workflows übernehmen.
Mehr dazu im Einsteiger-Guide Was ist ein KI-Agent? und in unseren Antworten auf häufige Fragen. Hinweis: Die Erklärungen zu Datenschutzbegriffen sind keine Rechtsberatung.
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