KI-Agenten für Selbstständige: 7 Aufgaben, die Sie heute abgeben können

Als Selbstständige oder Selbstständiger sind Sie Chef, Buchhaltung, Marketing und Sekretariat in einer Person. Ein KI-Agent kann Ihnen viele dieser Nebenaufgaben vorbereiten. Hier sind sieben Aufgaben, mit denen Sie heute anfangen können – jeweils mit einem Beispiel-Auftrag und einem Hinweis zum Datenschutz. Es gilt immer: Der Agent entwirft, Sie geben frei.

1. Angebote entwerfen

Aus einer kurzen Anfrage und Ihren Stichpunkten macht die KI einen gut gegliederten Angebotstext: Leistungsbeschreibung, Ablauf, Konditionen. Sie ergänzen Preise und prüfen alles.

Beispiel-Auftrag: „Schreibe ein Angebot in der Sie-Form für eine erfundene Kundin, Frau Muster, die eine neue Website für ihre Bäckerei möchte. Leistungen: 5 Seiten, Kontaktformular, Einweisung. Gliedere in Ausgangslage, Leistungen, Zeitplan, Konditionen. Setze bei Preisen [PREIS] ein und erfinde keine Zahlen.“

Datenschutz-Hinweis: Namen und Kontaktdaten der Kundschaft können Sie durch Platzhalter ersetzen und erst im fertigen Dokument eintragen.

2. Rechnungsentwürfe vorbereiten

Die KI kann aus Ihrer Leistungsübersicht einen Rechnungstext formulieren, Positionen sauber benennen oder prüfen, ob die üblichen Pflichtangaben fehlen. Die eigentliche Rechnung erstellen Sie in Ihrem Rechnungs- oder Buchhaltungsprogramm.

Beispiel-Auftrag: „Formuliere aus diesen Stichpunkten klare Rechnungspositionen: 3 Std. Beratung am 12.10., Konzeptpapier, 2 Korrekturschleifen. Rechne nicht selbst – ich trage Beträge und Steuer im Rechnungsprogramm ein.“

Wichtig: Beträge, Steuersätze und Pflichtangaben prüfen Sie selbst oder mit Ihrer Steuerberatung. KI-Assistenten können sich verrechnen, und steuerliche Fragen sind keine Aufgabe für einen Chat.

3. Recherche

Marktüberblick, mögliche Kooperationspartner, Fördermöglichkeiten oder Hintergründe zu einer Branche: Mit Websuche liefert die KI in Minuten eine Übersicht mit Quellen.

Beispiel-Auftrag: „Recherchiere fünf Branchenverbände für Grafikdesign in Deutschland. Nenne zu jedem Namen, Schwerpunkt und Website als Quelle. Kennzeichne, wenn du dir bei einer Angabe nicht sicher bist.“

Tipp: Öffnen Sie die genannten Quellen und prüfen Sie wichtige Angaben. KI kann Quellen falsch wiedergeben oder veraltete Informationen liefern.

4. Social-Media-Entwürfe

Regelmäßig auf LinkedIn oder Instagram zu posten kostet Zeit. Die KI liefert Ideen, Entwürfe und Varianten – Ihre Erfahrung und Ihr Ton machen sie dann zu echten Beiträgen.

Beispiel-Auftrag: „Schlage mir fünf Themen für LinkedIn-Beiträge vor, die zu meiner Arbeit als selbstständige Übersetzerin passen. Schreibe zum ersten Thema einen Entwurf mit höchstens 120 Wörtern, persönlich, ohne Übertreibungen.“

Hinweis: Verwenden Sie keine Kundennamen oder Projektdetails ohne Zustimmung – weder im Chat noch im fertigen Beitrag.

5. Terminplanung

Ein Agent kann Terminvorschläge formulieren, Ihre Woche strukturieren oder – mit Zugriff auf Ihren Kalender – freie Zeiten finden. Viele Assistenten lassen sich inzwischen mit Kalender und E-Mail verbinden.

Beispiel-Auftrag: „Hier sind meine Termine für nächste Woche [Liste]. Plane zwei Blöcke à 2 Stunden für Kundenprojekte und einen Block für Buchhaltung. Schreibe außerdem eine kurze E-Mail an einen erfundenen Kunden mit drei Terminvorschlägen für ein Erstgespräch.“

Hinweis: Geben Sie dem Agenten anfangs nur Leserechte oder lassen Sie Termine als Entwurf anlegen. Einladungen verschicken Sie selbst.

6. Kundenanfragen beantworten

Wiederkehrende Fragen zu Preisen, Ablauf oder Verfügbarkeit kann die KI vorformulieren. So antworten Sie schneller, ohne jedes Mal neu zu schreiben. Wie Sie dabei vorgehen, zeigt unsere Anleitung E-Mails vorsortieren in 15 Minuten.

Beispiel-Auftrag: „Schreibe drei Textbausteine für häufige Kundenanfragen: Was kostet ein Erstgespräch? Wie läuft ein Projekt ab? Wann haben Sie Zeit? Nutze die Sie-Form und lasse Platzhalter für meine konkreten Angaben.“

7. Gespräche nachbereiten

Nach einem Kundentermin macht die KI aus Ihren Stichpunkten eine Zusammenfassung mit nächsten Schritten – ideal als Grundlage für eine Bestätigungs-E-Mail. Schritt für Schritt erklären wir das in Besprechungsnotizen mit KI zusammenfassen.

Datenschutz: Was Selbstständige beachten sollten

Auch als Einzelunternehmen sind Sie für die Daten Ihrer Kundschaft verantwortlich. Drei einfache Regeln:

  1. Gratis- und Privat-Tarife nur mit erfundenen oder anonymisierten Daten nutzen.
  2. Für echte Kundendaten einen Tarif mit Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) wählen. Firmen-Tarife sind bei mehreren Anbietern erst ab zwei Plätzen buchbar – prüfen Sie das vor dem Kauf. Was ein Abo kostet und wann es sich lohnt, lesen Sie in Kostenlos oder bezahlt? Wann sich ein KI-Abo lohnt.
  3. Nur so viele Daten wie nötig. Für ein Angebot braucht die KI weder Adresse noch Telefonnummer.

Die Grundlagen erklären wir ausführlich in KI und Datenschutz: Darf ich Kundendaten eingeben? Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.

So fangen Sie an

Wählen Sie eine der sieben Aufgaben, die Sie am meisten nervt, und testen Sie sie eine Woche lang mit der kostenlosen Version eines KI-Assistenten. Welches Tool passt, zeigt unser Tool-Vergleich. Weitere Beispiele aus dem Büroalltag finden Sie in KI-Agenten im Büroalltag, typische Stolperfallen in Die 5 häufigsten Anfängerfehler mit KI-Agenten.

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Häufige Fragen

Lohnt sich ein KI-Agent auch für Einzelunternehmer?

Ja, gerade für Selbstständige, die viele Nebenaufgaben allein erledigen. Angebote, Textbausteine, Recherche und Social-Media-Entwürfe lassen sich schon mit der kostenlosen Version eines KI-Assistenten vorbereiten.

Darf die KI meine Rechnungen schreiben?

Die KI kann Rechnungstexte und Positionen formulieren. Beträge, Steuersätze und Pflichtangaben sollten Sie aber selbst im Rechnungsprogramm erstellen und prüfen, bei Fragen mit Ihrer Steuerberatung.

Welche Daten darf ich als Selbstständige oder Selbstständiger in die KI eingeben?

Mit Gratis- oder Privat-Tarifen nur erfundene oder anonymisierte Daten. Für echte Kundendaten brauchen Sie in der Regel einen Tarif mit Auftragsverarbeitungsvertrag. Geben Sie außerdem nur die Daten ein, die für die Aufgabe nötig sind.

Kann der Agent selbstständig E-Mails oder Termine verschicken?

Technisch ist das bei manchen Tools möglich. Für den Anfang empfehlen wir, dass der Agent nur Entwürfe erstellt und Sie jede Nachricht und Einladung selbst freigeben.